
Uran ist ein toxisches Schwermetall. Es kann insbesondere die Nierenfunktion von Kleinkindern schädigen, wenn es über einen längeren Zeitraum mit der Nahrung aufgenommen wird. Doch wie hoch der Urangehalt im Flaschenwasser ist, erfahren Verbraucher nicht. Für Uran im Wasser gibt es keine Kennzeichnungspflicht. Und auch keinen Grenzwert. Nur wenn Mineralwasser mit dem Hinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ beworben wird, darf es einen Wert von zwei Mikrogramm Uran pro Liter nicht überschreiten.
Als sicher stufen deutsche Behörden bislang aber auch alle Uranwerte bis zehn Mikrogramm pro Liter ein – eine Position, die nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr haltbar ist. Eine aktuelle Analyse der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA belegt: Auch bei deutlich niedrigeren Uranbelastungen kann ein Gesundheitsrisiko für Kinder nicht ausgeschlossen werden.
Mit einem Grenzwert von 2 µg je Liter Wasser können Gesundheitsrisiken nach dem Stand der Wissenschaft dagegen ausgeschlossen werden. Immerhin knapp 90 Prozent der von foodwatch zusammengetragenen Messwerte bei Mineralwässern liegen unter dieser Grenze.