Body Mass Index (BMI)


Definition

Kennwert zur Bestimmung und Einstufung des Körpergewichts.


Methode

Das "richtige” Körpergewicht wird heute wesentlich individueller beurteilt als vor 20 Jahren. Damals wurde das sogenannte "Idealgewicht” angestrebt. Heute werden  Abweichungen vom BROCA-Normalgewicht toleriert. Der wegen seiner einfachen Handhabung häufig verwendete Wert hat jedoch den Nachteil, dass kleine Personen zu oft, große dagegen zu selten als übergewichtig eingestuft werden. Der Body Mass Index (BMI) wird nach folgender Formel berechnet:

Körpergewicht in kg dividiert durch ((Körpergröße in Metern) x (Körpergröße in Metern))

Die Berechnungsart ist - Preis für die Exaktheit - etwas komplizierter. Man benötigt einen Taschenrechner oder ein hierfür vorgesehenes Nomogramm.
Der wünschenswerte BMI ist altersgemäß gestaffelt.

    Altersgruppe    wünschenswerter BMI 

    19 – 24 Jahre    19 – 24
    25 – 34 Jahre    20 – 25
    35 – 44 Jahre    21 – 26
    45 – 54 Jahre    22 – 27
    55 – 64 Jahre    23 – 28
    ≥     65 Jahre    24 – 29

Aus der Tabelle ist zu ersehen, ab wann nach mendizinischem Ermessen Übergewicht vorliegt. Bei einem BMI über 30 liegt Fettleibigkeit (Adipositas) vor, bei einem BMI unter 18 besteht die Gefahr von Magersucht.
Da neben dem Ausmaß eines Übergewichtes auch noch die Lokalisation des überschüssigen Fettes bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes eine Rolle spielt, wird oft auch der Quotient des Taillen-und Hüftumfanges, die "WHR" (Waist to hip-ratio) gemessen. Da Bauchfett das Auftreten
kardiovaskulärer Erkrankungen wesentlich mehr begünstigt als Hüftfett, kann durch den Quotienten eine Risikoabschätzung vorgenommen werden. Als behandlungsbedürftig gilt ein Quotient Bauch zu Hüfte von >1,0 bei Männern und >0,85 bei Frauen.


Beurteilung

In der wissenschaftlichen Literatur hat sich der Body Mass Index (BMI) bei der Berechnung des Körpergewichts durchgesetzt. Allerdings sagt dieser Wert noch nichts über die Verteilung (siehe oben) und die Zusammensetzung des Körpergewichts aus (Bioelektrische-Impedanz-Analyse).


Literatur





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