Biofeedback


Definition

Wahrnehmbare Rückkopplung von Biosignalen.


Ursprung

Anfang der 1970er Jahre von amerikanischen Psychologen entwickelte Methode. Es waren zunächst Forschungsinteressen aus der Lerntheorie, Psychophysiologie und der experimentellen Analyse von Verhalten, die die Entwicklung von Biofeedback vorantrieben. Später fand die Methode Eingang in die Verhaltenstherapie als Instrument der Selbstregulation.


Methode

Physiologische Vorgänge, die der Wahrnehmung weitgehend unzugänglich sind, werden in wahrnehmbare Signale umgewandelt, um damit die Möglichkeit zu schaffen, diese willentlich zu beeinflussen. Mit Hilfe von Biofeedback-Geräten werden mittels elektronischer Sensoren Atmung, Blutdruck, Hautwiderstand, Herzfrequenz, Muskelspannung, Körpertemperatur und Gehirnströme gemessen und durch Umwandlung in optische oder akustische Signale in ihrer Veränderungen sichtbar gemacht. Durch sofortige Rückmeldung (Feedback) wird der Patient in die Lage versetzt, vegetative Körperfunktion innerhalb kürzester Zeit willentlich zu beeinflussen.
Die Behandlung konzentriert sich vorwiegend auf psychosomatische Beschwerden. Im Rahmen des "Stressmanagements” wird diese Methode vielfach im Zusammenhang mit Klinischer Hypnose und Verhaltenstherapie angewandt.


Beurteilung

Biofeedback hat das Wissen über die Möglichkeiten der Selbstkontrolle von Körpervorgängen stark erweitert. Biofeedback gilt vor allem in den USA bei einer Vielzahl von psychosomatischen Störungen als Methode der Wahl. Darüber hinaus gelang mit Biofeedback vielfach die Überprüfung von physiologischen Wirkungen verschiedener Entspannungsverfahren.
Kritiker betrachten Biofeedback als eigenständige Entspannungsmethode als wenig ökonomisch und verweisen auf einfachere Techniken, z.B. Progressive Muskelentspannung.


Literatur





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