Bewegung


Definition

Leben wird durch Bewegung nach außen sichtbar. Zu jeder Bewegung gehört ein innerlicher Prozess, der unmittelbar mit dem sich bewegenden Wesen verbunden ist. Am Beispiel von Bewegung kann sich der Mensch in allen Dimensionen erfahren: körperlich, geistig und  seelisch. Darüber hinaus können sich auch Kommunikation und Spielformen um die im Sport vollzogenen Bewegungen entwickeln (siehe Definition von Sport). Bewegung ist damit eine sehr  wertvolle Ressource, die auf vielschichtige Weise zur Entwicklung eines genussvoll gesunden Lebensstils beitragen kann. Umso bedauerlicher ist, dass viele Menschen - einerseits durch die Veränderungen des Berufsalltages, andererseits aufgrund zu gering ausgeprägter Genussfähigkeit - kaum noch in Bewegung sind. Aus präventiver Sicht wäre alltägliche Bewegung und Bewegungstraining dringend erforderlich, weil sie als beste vorbeugende Maßnahme für viele Zivilisationskrankheiten gilt. Doch die Vermeidung von Krankheit gibt keine nachhaltige Motivation, kein klares Ziel für ein eigenverantwortliches Leben. Um seine Gesundheitsentwicklung frei von negativ orientierten präventiven Gedanken durch Bewegung nachhaltig fördern zu können, empfiehlt es sich, mindestens eine Bewegungsform so gut zu erlernen, dass deren Training Genuss und Freude bringt; sowohl bei alleiniger Ausübung, als auch – wie zum Beispiel beim Sport – in der Gruppe oder im Team. Denn damit kann die Grundlage für einen - von innen heraus motivierten - bewegungsfreudigen Lebensstil gelegt werden.

Methode

In qualifizierten Bewegungszentren (Sportvereinen, Tanz-, Fitness- und Gymnastikstudios, etc.) findet man Möglichkeiten, unter fachlicher Anleitung seinen Spaß an der Bewegung auszuleben. Über sanfte Methoden wie zum Beispiel Meditation, TaiChi, Yoga, EnergieTanz, können auch Anfänger und "Bewegungsmuffel" ihre ersten Schritte gehen. Fortgeschrittene, die z.B. ihre Ausdauer trainieren möchten, finden darüber hinaus zahlreiche Angebote, große Muskelgruppen bei geringer bis mittlerer Intensität einzusetzen. Um einen sicheren Zugang zur genussvollen Bewegung zu finden, und vom Bewegungstraining auf der Basis einer hohen Trainingsfähigkeit zu profitieren, kann es lohnenswert sein, in eine Trainings-Schule zu investieren.

Nachweislich gesundheitliche Wirkungen zeigen zum Beispiel Radfahren, Schwimmen und die modernen Formen des Wassertrainings, Rudern oder Skilanglauf, wenn Sie unter qualifizierter Anleitung betrieben werden. Über die fachlichen Kenntnisse von Trainern hinaus, ist deren Vorbildfunktion entscheidend. Schon nach einer kurzen Lernphase können neu erworbene Fähigkeiten leicht und ohne großen Aufwand in das Alltagsleben integriert werden, wenn ein glaubhaftes Vorbild dies lehrt.

Bekanntermaßen dient das Kraft- und Koordinationstraining von Bauch und Rücken sowohl der Vorbeugung von Haltungsschäden und Rückenschmerzen, als auch bei vielen komplexen Bewegungsformen dem Erreichen von Leichtigkeit und Freude. Wer Beweglichkeit und (Reflex-)Koordination trainiert, hält seine Gelenke flexibel, verringert das Sturzrisiko, und erschließt sich ein weites Spektrum an Bewegungsmöglichkeiten. Gymnastik, Tanzen und Ballspiele sind auch vom Bewegungsablauf her eine sinnvolle Ergänzung und bieten außerdem noch eine Menge Spaß.

Falls wirklich einmal die Zeit zu knapp sein sollte: im Alltag bieten sich ebenfalls zahlreiche Gelegenheiten für Bewegungstraining. Obendrein ist der Weg über die Treppe schon nach kurzer Zeit der schnellere, wenn Rolltreppe oder Fahrstuhl übervoll sind. Mit dem Fahrrad lassen sich Einkäufe häufig sogar unkomplizierter und zügiger erledigen als mit dem Auto.

Tipps zum richtigen Bewegungstraining:
Ideale Voraussetzung für jedes Bewegungstraining ist, wenn es als Auszeit empfunden werden kann. Sofern Ihnen das nicht von Anfang gelingt, kann die Einführung eines Rituals helfen, zwischen Alltag und Training zu unterscheiden. Zum Beispiel eine einfache Verneigung oder eine bestimmte Geste, die jeweils mit einer positiven Assoziation verbunden sind, können zumindest den Einstieg in die Auszeit ermöglichen.
Zum Finden Ihrer richtigen inneren Einstellung, der Vorbereitung Ihres Körpers und gegebenenfalls der Begründung des Gruppengefühls, ist auch ein geringer Anforderungsgrad zu Beginn jeder Trainingseinheit sinnvoll. Zum Finden des eigenen Rhythmus eignen sich zyklische Bewegungsformen (z.B. Gehen oder leichtes Laufen), Lockerungs- und Streckübungen sowie einfache Spielformen sehr gut. In einem unter Wellness-Aspekten durchgeführten Bewegungstraining sollte nicht bis zur Erschöpfung trainiert werden. Sogar Hochleistungssportler tun dies nur in Ausnahmefällen als Test oder zur speziellen Wettkampfvorbereitung. Sofern Sie außer Atem kommen, achten Sie darauf, dass dies nicht daran liegt, dass Ihr Atem verkrampft ist oder Sie insgesamt übertreiben. Quälen Sie sich beim Joggen nicht durch einen "Endspurt", wenn Sie darauf nicht gerade ganz besondere Lust verspüren. Achten Sie vielmehr darauf, dass die Trainingseinheit für Sie "rund" wird, indem Sie sich belohnen und das bisher geleistete vor einem Hintergrund realistischer Erwartungen bewerten.
Gleichen Sie Flüssigkeits-und Mineralstoffverluste mit Wasser oder einer Apfelsaftschorle aus.



Beurteilung

Bewegung ist zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens grundsätzlich sehr empfehlenswert. Vorausgesetzt, dass keine Vorschädigung besteht, kann bereits alltägliche Bewegung, die ohne primäre Orientierung an einer bestimmten Technik oder Dosierung geschieht, wünschenswerte Effekte auf Wohlbefinden und Gesundheit zeigen. Weil in Abhängigkeit von der Zielsetzung des Bewegungstrainings die Beachtung von Bewegungstechnik unterschiedliche Bedeutung hat, kann die zu strenge Orientierung an solchen Leistungsvorgaben dazu führen, dass eine Bewegungskarriere durch unnötigen Frust vorzeitig beendet wird. Deshalb sollte das Erreichen der Balance von Körper, Geist und Seele Priorität besitzen. Bewegungstraining bietet viele Chancen zur Balancierung von Körper und Geist. Beim Sport (siehe Definition von Sport) können dann -von einer stabilen inneren Balance ausgehend- vermehrt emotionale Zustände der Balance von Körper, Geist, Seele und Gesellschaft gesucht und gefunden werden, sogenannte Kohärenz-zustände.

Folgende positive Wirkungen ergeben sich aus derart gewichtetem, stringentem Training:

Vor einem - nach längerer Abstinenz aufgenommenen - kontinuierlichen Ausdauertraining sollte ab einem Lebensalter von 40 Jahren ein Arzt aufgesucht werden, um eventuell entstandene Risikofaktoren zu klären.



Literatur





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