Anti-Aging


Definition

Von "Anti-Aging" - Maßnahmen gegen das Altern - sagen Laien und Mediziner, dass es der Megatrend des 21. Jahrhunderts wird. So soll es bald schon möglich sein, die Lebensspanne auf bis zu 150 Jahre zu erhöhen. Hintergrund dieser Einschätzung sind neue Erkenntnisse in der Genetik, mit denen sich das Leben vielleicht verlängern läßt.
Neben diesen genetisch geprägten Ansätzen gibt es die sogenannten Verschleiß-Theorien.
Durch gesundheitsbewusstes Leben und präventives Handeln soll sich die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes in unserem Kulturkreis von etwa 75 (1996) auf 85 Jahre erhöhen, und dies bei bester Gesundheit.
Man unterscheidet bei Anti-Aging zwischen dem kalendarischen und dem biologischen Lebensalter. Während die Anzahl der Lebensjahre (kalendarisch) unbeeinflussbar voranschreitet, hat man - so sagen Anti-Aging-Mediziner - das biologische Alter durchaus in der Hand. Zum biologischen Lebensalter zählen der Zustand der Körperzellen und der Blutgefäße, die Potenz, das Kurzzeitgedächtnis, die Elastizität der Lungen und natürlich auch das allgemeine Erscheinungsbild. Faktoren, die für das biologische Alter wichtig sind, können durch Fragebögen, auch per Computeranalyse, gecheckt werden.


Ursprung

Das Anti-Aging-Konzept geht auf amerikanische Ärzte zurück. Abgesehen von der von vielen Ärzten in den Mittelpunkt gerückten Hormontherapie handelt es sich dabei jedoch um nicht viel anderes als die Zielsetzungen der klassischen Präventivmedizin sowie, im verhaltensmedizinischen Bereich, um die Anleitung zu einem gesunden Lebensstil, wie auch im Wellness-Konzept verankert.


Methode

Um das biologische Alter so niedrig wie möglich zu halten, werden im wesentlichen vier Anti-Aging-Strategien angewendet: Bewegung, Ernährung, mentale Techniken und Hormontherapie. Das Modell basiert auf Früherkennung, Vorsorge und dem Umsteuern von altersbedingten Krankheiten.
Wissenschaftler haben bei der Auswertung von Langzeitstudien andererseits herausgefunden, dass es nicht diese vier, sondern folgende sieben Faktoren sind, die Langlebigkeit beeinflussen: Mäßiger Alkoholkonsum, der
Verzicht aufs Rauchen, eine stabile Partnerschaft, regelmäßiger Sport, ein angemessenes Gewicht, die Fähigkeit, positiv mit Problemen umzugehen und keine depressive Erkrankung. Die endogene Depression ist dabei der einzige Faktor, bei dem nicht vom Betroffenen wesentlich gegengesteuert werden kann.


Beurteilung

Anti-Aging als Leitgedanke für eine gesundheitsbewußte Lebensführung kann positiv beurteilt werden. Der Einsatz von Hormonen muss hingegen kritisch betrachtet werden und sollte nur von ärztlichen erfahrenen Spezialisten bei nachgewiesenem Vorliegen eines differenziert bestimmten Hormonmangels angewendet werden.


Literatur






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